Erasmus+ Stipendium und damit verbundene Pflichten

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Adriane Sehlinger

Erasmus+ Studienaufenthalt

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Bewilligung des Erasmus+ Stipendiums durch das International Office

Die Bewilligung des Erasmus+ Stipendiums erfolgt durch das International Office. Studierende, deren Erasmus+ Studienaufenthalt im Wintersemester eines akademischen Jahres beginnt, erhalten den Vertrag über das Erasmus+ Stipendium, das sogenannte Grant Agreement, im Juli eines Jahres. Studierende, die zum Sommersemester ihren Erasmus+ Studienaufenthalt antreten, wird das Grant Agreement im November eines Jahres zugesandt.

 

Förderhöhe

Die finanzielle Förderung von Erasmus+ Studienaufenthalten orientiert sich an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Zielländern, den sogenannten Programmländern.

Ab dem akademischen Jahr 2018/2019 gilt europaweit die folgende Ländergruppenzuteilung. In Ländern der Ländergruppe 1 sind die Lebenshaltungskosten am höchsten. Studierende, die einen Erasmus-Studienhalt in einem Land der Ländergruppe 1 durchführen, erhalten daher ein höheres Erasmus-Stipendium als Studierende, die in einem Land der Ländergruppe 2 oder 3 im Rahmen des Erasmus-Programms studieren. Entsprechendes gilt für Ländergruppe 2. Die Stipendienhöhe der jeweiligen Ländergruppen wird im späten Frühjahr bekannt gegeben.

 
 
Ländergruppe 1 Ländergruppe 2 Ländergruppe 3
Dänemark Belgien Bulgarien
Finnland Deutschland Estland
Irland Frankreich Kroatien
Island Griechenland Lettland
Liechtenstein Italien Litauen
Luxemburg Malta Polen
Norwegen Niederlande Rumänien
Schweden Österreich Slowakei
Vereinigtes Königreich Portugal Slovenia
Spanien Mazedonian (FYROM)
Zypern Tschechische Republik
Türkei
Ungarn

 

Sonderförderung

Erasmus+ soll die Chancengleichheit und Inklusion fördern, aus diesem Grund wird Studierenden mit Behinderung und Studierenden, die ihr Kind oder ihre Kinder zum Erasmus+ Studienaufenthalt in ein Programmland mitnehmen und dort währenddessen alleinerziehend sind, der Zugang zum Programm erleichtert. Für Informationen zur Sonderförderung wenden Sie sich bitte an Adriane Sehlinger.

Erasmus-Pflichten

Mit dem Erhalt des Erasmus+ Stipendiums sind Pflichten verbunden, über die die Studierenden, nachdem sie durch die Fakultäten oder Fachgruppen für einen Erasmus+ Studienplatz ausgewählt wurden, vom International Office informiert werden. Eine knappe Auflistung dieser Pflichten ist im Downloadbereich zu finden. Die Erasmus+ Charta für Studierende informiert über Rechte und Pflichte von Erasmus+ Teilnehmerinnen und -Teilnehmern.

Verpflichtende Sprachtests nach der Auswahl für einen Erasmus+ Studienplatz

Die Europäische Kommission stellt für 24 europäische Sprachen einen Online-Sprachtest zur Verfügung. Dieser ist für alle Studierenden sowohl nach der Auswahl beziehungsweise vor Beginn der Mobilität als auch nach Beendigung des Aufenthalts verpflichtend in der Arbeitssprache zu absolvieren. Er ist jedoch kein Auswahlkriterium für die Förderung im Programm Erasmus+ und gilt nicht für Muttersprachler.

Die Durchführung des Sprachtests dient nach Auswahl der in Erasmus+ zu fördernden Teilnehmerinnen und Teilnehmer als Einstufungstest zur Dokumentation ihres aktuellen Sprachstandes. Er findet sowohl vor dem Auslandsaufenthalt als auch am Ende des jeweiligen Auslandsaufenthalts statt, um miteinander vergleichbare Ergebnisse zu erhalten und gegebenenfalls erzielte Fortschritte der geförderten Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Spracherwerb erfassen zu können.

Die systematische, europaweit flächendeckende Überprüfung der Entwicklung der individuellen Sprachkompetenz ermöglicht eine Evaluierung der Wirksamkeit von Erasmus+.

Die in Erasmus-Verträgen mit den Partnerhochschulen und im Learning Agreement getroffene Vereinbarungen über bestimmte Sprachlevel sind somit nicht mit Online-Test zu belegen oder zu verwechseln. Diese Sprachkompetenzen werden bei der Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Fakultäten oder Fachgruppen mittels anderer Nachweise abgesichert.