Aachen Research Team Cognitive Literary Studies (ART CogLit)

 

Die Gründung der Forschungsgruppe Aachen Research Team Cognitive Literary Studies (ART CogLit) ist Teil aktueller Entwicklungen auf dem Gebiet der englischsprachigen Literaturwissenschaft am IfAAR der RWTH Aachen hin zur Etablierung eines Schwerpunkts im Bereich kognitive Literaturwissenschaft. Nachdem dieser Fokus kürzlich bereits durch die Berufung Jan Albers zum Professor für englischsprachige Literatur- und Kulturwissenschaft mit dem Schwerpunkt Kognition vertieft wurde, wollen wir mit ART CogLit nun den nächsten Schritt zur Bündelung und Koordinierung der Forschungsaktivitäten in diesem Bereich gehen.

  ART CogLit Key Visual

Der Fokus von ART CogLit liegt auf der Erforschung literarischer Rezeptionsprozesse aus einer kognitiven Perspektive. Dabei soll ein Forschungsschwerpunkt die Überprüfung und Ergänzung literaturtheoretischer Hypothesen zu idealtypischen Leseprozessen und Leserreaktionen durch die Erhebung empirischer Daten zu beobachtbaren Reaktionen echter Leser/innen sein. Daher streben wir einen Brückenschlag zwischen qualitativ-hermeneutischer und empirischer Methodologie in der Literaturwissenschaft an. Auch deshalb ist ART CogLit, dem zunächst Prof. Dr. Jan Alber, Judith Eckenhoff, M.A., Dipl.-Gyml. Caroline Kutsch, Aljoscha Merk, M.A., PD Dr. Sven Strasen,Kai Tan, M.A., Dipl.-Gyml. Julia Vaeßen, Dr. Rebekah Wegener und Prof. Dr. Peter Wenzel angehören, inklusiv und interdisziplinär angelegt: Neben der Zusammenarbeit mit der Linguistik und Fachdidaktik wollen wir zunehmend auch die Kooperation mit Fachbereichen und Disziplinen jenseits des IfAARs verstärken.

 

Im Rahmen des aktuellen interdisziplinären T-REX-Projekts (Triggers of Reader Emotion and Experientiality) von ART CogLit und dem Lehrstuhl für Informationsmanagement im Maschinenbau (IMA/ZLW & IfU) arbeiten wir bereits mit Forschern im Bereich des Affective Computing zusammen, um durch die Kombination von hermeneutischer Rezeptionstheorie und digitalen Ansätzen zur Sammlung und Analyse großer Mengen komplexer multimodaler Daten die Interaktion von Leser/in und Text im Leseprozess zu beschreiben. Der genaue Zusammenhang zwischen Experientiality und affektiven Leserreaktionen ist derzeit noch ungeklärt. In diesem Hinblick soll so untersucht und schließlich auch durch eine im Zuge des Projekts entwickelte Software vorhergesagt werden, wie literarische Texte bei ihren Leser/innen den Eindruck evozieren, zu wissen oder gar beim Lesen selbst zu erleben, wie es sich für literarische Charaktere anfühlt, eine bestimmte Erfahrung zu machen. Auf diese Weise soll das T-REX-Projekt innovative methodologische Impulse sowohl für die Literaturtheorie, als auch für das Affective Computing hervorbringen.

 

Zu den Aktivitäten von ART CogLit wird auch die Organisation von Forschungskolloquien und öffentlichen Ringvorlesungen gehören. Den Anfang macht im Sommersemester 2017 das Aachen Colloquium on Literature, Emotion and Cognition, eine internationale Vortragsreihe, in der viele bekannte Vertreter/innen der kognitiven Literaturwissenschaft ihre Arbeit vorstellen und so allen Interessierten die Gelegenheit zur Diskussion über aktuelle Entwicklungen in diesem noch jungen, dynamischen Forschungsbereich geben.

 

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